Sehr häufig werde ich gefragt, woher ich all die Ideen für meine Kuchen habe. Wie aufwendig das manchmal sein kann, möchte ich euch an meinem heutigen Kuchen verdeutlichen.

Jagd. So eine Idee ist natürlich sehr schnell geboren. Man schaut sich denjenigen, der den Kuchen bekommen wird, an. Seine Hobbys, seine Talente und Leidenschaften, seinen Beruf. In der Regel ist dann ganz schnell klar, was das Thema sein soll. Doch bis aus einem einzelnen Begriff wie „Jagd“ eine konkreter Plan für einen Kuchen wird, kann es ganz schön lange dauern. Nämlich vor allem dann, wenn das Thema so wie hier sehr speziell ist. Denn von Jagd habe ich überhaupt keine Ahnung…

Also: Brainstorming. Was verbindet der „normale“ Mensch mit Jagd? – Wald, Jägerstand, Gewehre, Tiere, Dunkelheit, dunkelgrüne Ladas, Jagdmesser, Kälte, Fernglas, grüne Klamotten, Jagdhut, Wildschaden, Wiese, Wildschweinbraten, Bleikugeln …

Gut. Da sind schon ein paar gute Ideen dabei. Doch wie kann das jetzt in einen Zusammenhang gebracht werden? Ein stimmiges Konzept, ein roter Faden muss her. Nicht nur einfach ein grüner Kuchen mit ein paar Tieren als Deko darauf. Nein. Es muss ein fantastisches Gesamtkunstwerk werden. Also weiter nachdenken. Wie können die Ideen in einen Kontext gebracht werden? Auf welche Ideen muss verzichtet werden? Welche weitere Dinge können statt dessen noch hinzugefügt werden?

Langsam entsteht ein Bild in meinem Kopf:

Ein Wald mit Bäumen und einem Jägerstand. Tiere laufen rum. Ein Jäger hält sein Gewehr schussbereit in der Hand. Und natürlich trägt er grüne Klamotten und einen grünen Hut.

Der grobe Plan steht. Doch welche Tiere sollen es sein? Wie groß soll der Kuchen werden? Wie soll ich den Jägerstand bauen, damit er auch stabil steht? Wie kann er zu einem besonderen Kuchen werden?

Ein Wald am Hang, ein Fluss, Blümchen. Natürlich ein Wildschwein. Vielleicht ein Hase?

Spätestens hier kommt dann der Herr Google ins Spiel. Denn ich weiß zwar schon, wie ein Wildschwein aussieht, aber so genau, dass ich es modellieren könnte, dann doch wieder nicht. Das gleiche gilt zum Beispiel auch für einen Jägerstand oder ein Gewehr. Also habt hier keine Sorge, wenn ihr euch ein bisschen Unterstützung holen müsst. Macht alles, dass euer Bild im Kopf immer genauer wird. Andere Kuchenkünstler würden an der Stelle vermutlich eine Skizze anfertigen. Leider bin ich eine absolute Niete im Zeichen und habe dafür eine sehr gute Vorstellungskraft, sodass meine Skizze in der Regel immer nur im Kopf vorhanden ist.

Tja. Und damit ist der theoretische Teil erledigt. Die Idee steht und endlich kann das Modellieren beginnen. Und mit ein bisschen Geduld und Zeit entsteht vielleicht irgendwann ein Kuchen wie der meine. Zu dem ich übrigens nicht  mehr viel sagen werde, denn das waren doch mehr als genug Worte. 🙂

Den Hut meines Jägers sieht man leider nicht.

Ob Biber wirklich die Pfosten eines Jägerstands anknabbern, weiß ich nicht, aber die Idee hat mir gefallen. 🙂

Lieber Markus, ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich die Zigarette vergessen habe. 😉 Und natürlich weiß ich, dass du keine rosa Blumen magst, aber ich dafür umso mehr. 🙂 Herzlichen Glückwunsch!

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