Finale, Substantiv, Neutrum, vom lateinischen „finalis“, beschreibt einen glanzvollen Abschluss von etwas. Glanzvoll. Großartig. Aber eben final. Keine Sorge: ich höre nicht auf mit meinem Zucker-Hobby. Aber FENDT-Kuchen wird es ab sofort nicht mehr geben. Denn ich habe mein Meisterwerk erschaffen. Ein Kuchen, der zu 99,9 Prozent meinen Ansprüchen entspricht und den ich nicht mehr übertreffen kann. Also: Genießt mit mir diesen letzten genialen FENDT!

Mein erster FENDT 1050 war gelungen, hatte aber nur wenige Details. Der zweite 1050 war zwar detailreicher, aber dafür waren hier die Proportionen katastrophal. Mit dem dritten 1050 war ich zwar recht zufrieden, aber er war definitiv noch steigerbar. Und diese Steigerung ist mir heute gelungen!

Richtig. Mein heutiger Kuchen ist kein 1000 Vario, sondern der neue FENDT 900 Gen6. Von Außen jedoch sind die Fahrzeuge sehr ähnlich – und ich muss das wissen, denn ich habe mich das letzte Jahr ausführlich mit diesem Modell beschäftigt. 🙂 Mein Plan war es, einen fantastischen Kuchen zu backen, der nicht nur perfekt proportioniert ist und ausreichend Details hat, sondern ein absolutes Highlight beinhaltet: Er sollte leuchten!

Der Anfang jedoch war wie immer: Pläne organisieren, Bilder ausdrucken, Kuchenplatte dekorieren, Kuchen backen, Anbauteile herstellen, Kuchen schichten und schnitzen, mit Fondant einkleiden. Das Vorgehen habe ich bei meinem Challenger und meinem FENDT 200 ausführlich erklärt. 

Wie bereits erwähnt, habe ich dieses Mal besonders viel Wert auf die Details gelegt. Deshalb ist mein FENDT heute auch mit Feuerlöscher und Reifendruckregelanlage ausgestattet…

… und hat zahlreiche Anschlüsse im Heck wie Druckluft, Steuerventile und Steckdosen. Sogar die externen Taster für die Bedingung von Heckkraftheber, Heckzapfwelle und Steuerventilen sind beschriftet.

Aber das Highlight ist wie erwähnt die Beleuchtung. Ich bin wirklich sehr stolz darauf, dass ich bis auf zwei Arbeitsscheinwerfer alle Leuchten wie im Original dargestellt habe. Insgesamt 33 LEDs. Dazu habe ich den Kuchen mit einer ersten Schicht dunkelgrauen Fondant eingedeckt und darin zwei batteriebetriebene Lichterketten „verlegt“. Falls ihr das nachmachen wollt, solltet ihr seeeeehr viel Zeit einplanen. Zumindest wenn euer Anspruch ist, den Draht der Lichterkette an keiner Stelle zu sehen oder auch nur zu erahnen…

Darüber habe ich die zweite Schicht Fondant in der eigentlichen Farbe geklebt. Damit die Lichter im ausgeschalteten Zustand nicht zu sehen sind, habe ich sie mit einer sehr dünnen weißen Fondantschicht bedeckt.

Auf diesem Bild seht ihr auch einen der beiden Schalter für die Lichterketten. Ich habe versucht, beide so unauffällig einzubauen, dass schon ein genauer Blick notwendig ist, um die Schalter zu finden. 🙂

Ganz besonders stolz bin ich auf meine Kennzeichenbeleuchtung. Leider ist das Nummernschild zu dick geraten, sodass das Licht leider nur bis zur Kante geht. Aber immerhin. Auch die Rundumkennleuchten sind besonders. Hier habe ich die kleinen LEDs einfach in orangen Fondant gepackt. Nur blinken tun sie nicht. 😉

Wenn ihr die Kuchenplatte genauer betrachtet, wundert ihr euch möglicherweise über die „komischen weißen Teile“. Das sind Steine. Naja, eigentlich handelt es sich dabei um das Innere von Schokobons. Aber es sollen Steine darstellen. Das Geburtstagskind lebt in der Gegend, in der auch ich aufgewachsen bin, und dort sind viele viele Steine auf dem Acker leider ganz normal… Übrigens handelt es sich bei der „Erde“ um eine völlig willkürliche Mischung aus Kokosraspeln, Nüssen, Keksbröseln, Kakaopulver, Zimt und Puderzucker.

Ist euch eigentlich die Maus aufgefallen? Zugegeben: Sie direkt vor dem Vorderrad zu platzieren, war ein bisschen unklug. Wobei die Maus ja mir entsprechen soll und mir ist so ein freches Verhalten durchaus zuzutrauen… 😉 Jeder meiner Kuchen braucht eine (Zucker-)Maus. Meinen Mausstempel wollte ich an diesem Kuchen nicht verwenden, denn ein FENDT mit Maus auf der Heckscheibe – ich weiß ja nicht. Dann lieber auf dem Acker. 🙂

 

Lieber Eugen, 

zugegeben: der Kuchen war saumäßig viel Arbeit. Immerhin stecken mindestens 26 Stunden arbeit in diesem FENDT. Aber zu sehen, wie du dich darüber gefreut hast, hat mich jeden Stress vergessen lassen. Vielen Dank dafür.

Herzlichen Glückwunsch!

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